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Ökologisch Bauen im Trend – gut umsetzbar oder tragisch für den Geldbeutel?

Ökologische (Fertig-)häuser - auf dem deutschen Immobilienmarkt gewinnen sie für Bauherren und Privatpersonen immer mehr an Bedeutung. Durch die zunehmende Notwendigkeit auf Berücksichtigung der klimatischen Umstände der Erde, blicken viele Bauunternehmende in Richtung der klimafreundlicheren Alternativen, zu den EnEV- Standard-Neubauten.

Bieten ökologische Eigenheime eine ernstzunehmende Alternative für Investitionsfreudige und Menschen auf der Suche nach häuslichem Glück?

Die ökologischen Bauten zeichnen sich durch eine von Grund auf nachhaltige Konstruktionsweise aus. Die Verwendung nachhaltiger Materialien spielt hierbei eine große Rolle, so werden häufig Materialien wie Holz und Stroh, Lehm oder Kork verwendet. Ein niedriger Energieaufwand, sowie geringe CO2-Emissionen sind bei der Herstellung der Baumaterialien besonders wichtig, außerdem sollten diese biologisch abbaubar und nachhaltig entsorgbar sein. Ein niedriger Energieverbrauch, gute Dämmung und möglichst kurze Transportwege sind ebenso von großer Bedeutung.1

Gerade 2020/21 zeigt sich eine deutliche Entwicklung in Richtung des nachhaltigen Bauens, so löst die Nachhaltigkeit das Aussehen zunehmend als Hauptkriterium für den Hausbau ab. In diesem Zuge spielen u.a. die Auswirkungen der nachhaltigen Materialien auf das Alltagsleben und die Lebensqualität der Bewohner eine immer größere Rolle.2

Doch was sollte Hausbauende davon überzeugen, in ein ökologisches Eigenheim zu investieren?

Eines der entscheidenden Kriterien im (privaten) Hausbau ist der Kostenfaktor. Hier gilt es, gründlich zu planen, um die entstehenden Kosten so gering wie möglich zu halten. Doch ist das mit einem ökologischen Hausbau überhaupt möglich, bei dem es doch wesentlich mehr Aspekte zu beachten gilt?

Erstaunlicherweise ist eines der wichtigsten Argumente für eine ökologische Planung der verhältnismäßig geringer ausfallende Kostenbetrag. Bei der langfristigen Betrachtung der Kosten nach einem Zeitraum von 50 Jahren wird deutlich, dass die Amortisation erreicht wird und oftmals das nachhaltige Bauen langfristig sogar günstiger ausfällt, als bei konventionellen Bauwerken.3

Heizen – schmutzige Angelegenheit oder grüne Chance?

Die Höhe der anfallenden Kosten hängt u.a. von den verwendeten Materialien sowie Techniken ab, so macht bekannterweise die Heizungstechnik einen wesentlichen Anteil an den Kosten des Baus und der darauffolgenden langjährigen Nutzung aus.

Günstigere Möglichkeiten zu heizen ergeben sich zum Beispiel durch Anschaffung einer Luft- Wärme-Pumpe oder einer Verbindung aus Gas-Brennwerttherme und Solaranlage. Aufgrund der staatlichen CO2-Bepreisung fallen Pellet-Heizungen günstiger aus, da sie von der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, intensiver gefördert werden.4

Bei einer hohen Energieeffizienz eines Gebäudes, zusammengefasst unter der Einstufung „KfW-40“, existiert eine „Niedrigstenergielösung“. Es können eine kleine Wärmepumpe, eine Infrarotheizung oder sogar ein Kaminofen in Betracht gezogen werden.5

Staatliche Fördermittel

Die KfW ist eine staatliche Förderbank, welche u.a. Energieeffizienzeinteilungen von Gebäuden vornimmt. Dabei unterscheidet sie bei Neubauten zwischen „KfW-40“, „KfW-50“ und „KfW-70“, welche den

primären Energiebedarf eines Neubaus mit einem hundertprozentigen KfW-100-Referenzhaus in Prozent vergleichen. Ein Haus der Energieeffizienzklasse KfW-40 hat somit einen 60 % niedrigeren Primärenergieverbrauch als ein Gebäude der Klasse KfW-100.6

Bis Mitte des Jahres 2021 stellt die KfW staatliche Mittel aus dem „Programm 153“ zur Verfügung, welche Bauunternehmende bei ihren Vorhaben unterstützen sollen. Unabhängig von der Energieeffizienzklasse kann von Krediten in Höhe von bis zu 120.000 Euro pro zu bauendem Objekt Nutzen gemacht werden. Der aktuelle Sollzins beträgt abhängig von der Laufzeit 0,75 % oder 0,95 %.7

Je nach Energieeffizienz kann von einem Tilgungszuschuss bis zu 30.000 Euro Gebrauch gemacht werden, der kombiniert mit vorher beschriebenen Krediten einen negativen effektiven Jahreszins ergibt.
Sofern ein Haus die Energieeffizienzklasse KfW-40-Plus beträgt, oder eine zertifizierte Nachhaltigkeit nachgewiesen werden kann, kann zum 15. Juli 2021 ein Kreditbetrag von 150.000 Euro beansprucht werden. Gute Planung und die Umsetzung einer zweiten Wohnmöglichkeit für Kinder und Eltern erlauben sogar die Beanspruchung der doppelten finanziellen Förderung.8

Nachhaltiges Wohnen einfach realisieren

Durch klimafreundliche Baustoffwahl, Qualitätskontrollen während des Baus, spezialisierte Handwerker und Planer und ein gutes Lüftungssystem, kann der Bau eines nachhaltigen Familienhauses realisiert werden.9

Die Verwendung von Holz als Baustoff eignet sich besonders für die Konstruktion. Aufgrund seiner fast ausschließlich zum Hausbau geeigneten Eigenschaften wie beispielsweise seiner Langlebigkeit, seinen guten Isolationseigenschaften und der Tatsache, dass es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, ist er vielfältig einsetzbar. Er eignet sich besonders gut für Holzkonstruktionen oder als Dämmstoff in Form von Holzfasern. Dies garantiert eine angenehme Wohnatmosphäre und einen ausgewogenen Energiehaushalt.10

Fertighäuser – eine sinnvolle Option?

In vielen Fällen bietet es sich an, einen Fertighaus-Bau in Betracht zu ziehen. Durch Beauftragen eines Fertigbau-Spezialisten wird weniger Planungsaufwand generiert, da einzelne Planungs- und Organisationsschritte gezielt auf eine Firma übertragen werden. Die ökologische Bauweise mit ggf. zusätzlichen zu beachtenden Richtlinien muss auf diese Weise nicht mehr vom Bauherren selber gesteuert und überwacht werden. Auf diesem Wege kann ein allgemein besserer Überblick und eine reibungslose, vorausschauende Planung gewährleistet werden.11

Aktuell stellt das ökologische Bauen für Privatpersonen sowie Investoren eine echte Alternative dar. Attraktive Förderangebote des Staates ermöglichen Familien den Traum eines klimafreundlichen Eigenheims und sorgen für eine auch langfristig günstigere Option des Häuserbaus. Der Geldbeutel bleibt also verschont und die Umwelt ebenso.

Quellen:
1. https://bit.ly/32jsmMj
2. https://immobilien-newsportal.de/hausbau-im-natuerlichen-wandel-fingerhut-haus-definiert-fertighaus- trends-2021/
3. http://www.finanztreff.de/news/oekologisch-bauen-rechnet-sich/23946493
4. http://www.finanztreff.de/news/oekologisch-bauen-rechnet-sich/23946493
5. http://www.finanztreff.de/news/oekologisch-bauen-rechnet-sich/23946493
6. https://www.haus.de/bauen/kfw-effizienzhaus-anforderungen-und-standards
7. http://www.finanztreff.de/news/oekologisch-bauen-rechnet-sich/23946493
8. http://www.finanztreff.de/news/oekologisch-bauen-rechnet-sich/23946493
9. https://immobilien-newsportal.de/hausbau-im-natuerlichen-wandel-fingerhut-haus-definiert-fertighaus- trends-2021/
10. https://immobilien-newsportal.de/hausbau-im-natuerlichen-wandel-fingerhut-haus-definiert-fertighaus- trends-2021/
11. https://immobilien-newsportal.de/hausbau-im-natuerlichen-wandel-fingerhut-haus-definiert-fertighaus- trends-2021/

Bildnachweis: GettyImages / BrianAJackson