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Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Neue Hoffnung in den Bereichen Smart Living und Energieeffizienz?

Der Bund und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) setzten am 01. Januar 2021 die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft. Damit bereiten sie die Energie und Klimapolitik im Gebäudebereich neu auf. Die dadurch erstmalig eigenständige Förderfähigkeit von Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung könnte einen starken Wachstum innerhalb des Bereiches Smart Home bzw. Smart Living und Fortschritte in der Klimaproblematik im Gebäudesektor hervorrufen.

Mehr Drinnen, braucht auch mehr Smart!

Virtuelle persönliche Assistenten wie Amazon’s Alexa, Temperatur-management oder auch Türen- und Fensterschließung über eine App steuern: Unser Zuhause wird digitaler und die Einführung von Medien und technischen Administrationssystemen in den häuslichen Alltag nimmt immer mehr zu. Die einschränkenden Maßnahmen der Covid19-Pandemie wirken sich auf unsere Lebensverhältnisse aus und drängen viele in ihre eigenen vier Wände zurück. Es entsteht mehr Lebenszeit im Eigenheim, dabei soll jenes Lebensqualität, Bequemlichkeit und Kosteneffizienz maximal ausschöpfen! Genau bei diesen Themen setzt der Zweck der Konzepte Smart Home und Smart Living an. Die Idee hinter diesen beiden Konzepten ist, dass Zuhause nach innen und außen über Informations- und Sensortechnik zu digitalisieren und zu vernetzen. Durch dieses Netz an Verbindungen im gesamten Gebäude sollen sich Wohnstandard und Komfort, Einbruch- und Sicherheitsfaktoren, aber vor allem auch die Energieeffizienz verbessern.

Smart Living: Zweifel sinkt & starke Wirtschaftsprognose

Diese Förderung erscheint sinnvoll bei Betrachtung einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch Splendid Research (2021): Der Studie zufolge weisen Smart Home Dienste einen leichten Nutzungsrückgang auf. Doch auch eine Abnahme der kompletten Ablehnung und eine Vermehrung der besonders intensiven Nutzer zeigen sich. Damit wird ein Abklingen der größten Hemmnisse von Eigenheim- & Gebäudebesitzern gegenüber Smart Home Maßnahmen deutlich. Zu diesen zählen z.B. Einschnitte in das Private, Hacker- oder Cyberangriffe und auch Risiken beim Datenschutz. Auch aus wirtschaftlicher Sicht sieht z.B. Statista, der führende Anbieter für Markt- und Konsumentendaten, dass der Smart Living Markt ein jährliches Umsatzwachstum von 24,6 Prozent (2020-2021) erfahren wird. Außerdem prognostizieren sie bei den deutschen Haushalten, welche ein Smart Home Energiemanagement besitzen, ein Wachstum von ca. 33 Prozent (2020-2021).

Politik & Wirtschaft - Hand in Hand

Um diesen positiven Trend und die wirtschaftliche Zugkraft des Smart Living Marktes zu stärken, benötigt es eine Zusammenarbeit von privaten Unternehmen und wirtschaftspolitischer Maßnahmen von Institutionen des Bundes. Die von 40 führenden Unternehmen der Branche gegründete Wirtschaftsinitiative Smart Living hat sich das Ziel gesetzt, den Markt zu festigen und Hemmnisse für eine erfolgreiche Marktzukunft abzubauen. Auf politischer Seite kommt es durch das BMWi zu Maßnahmen wie z.B. das BEG. Diese soll direkte Investitionszuschüsse oder auch zinsvergünstigte Förderkredite mit Tilgungszuschuss ermöglichen. Aufgrund dieser Förderung prognostiziert die Wirtschaftsinitiative Smart Living im Gebäudebereich ein großes Fördervolumen von über 8 Mrd. Euro. Diese beschreiben das BEG als „ein historischer Schritt für die Smart-Living-Branche in Deutschland“ (Smart Living, 2020).

Die aktuellen Entwicklungen und Prognosen zeigen, dass eine smarte Aufrüstung der eigenen Immobilien wirtschaftlich machbar, zukunftsorientiert und den Zeitgeist zu treffen scheint. Dabei gibt es zwei Gewinner: Durch die Erhöhung der Energieeffizienz, bekommen Umwelt und Finanzen einen Vorteil zu spüren.

Bildnachweis: GettyImages/ Eoneren